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Neuerscheinungen

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Abels, Andreas; Besgen, Dietmar; Deck, Wolfgang; Rausch, Rainer: Aushilfslöhne 2010: Mini-Jobs, Aushilfs- und Nebenbeschäftigungen, Teilzeitbeschäftigungen; Lohnsteuer, Vermögensbildung, Kirchensteuer, Sozialversicherung, Arbeitsrecht. 31. Auflage, Rechtsstand: 1. Januar 2010, Stollfuß, Bonn, 2010, 320 Seiten. ISBN 978-3-08-317610-7

Die Neuauflage stellt sämtliche Neuregelungen im Zusammenhang mit der Entlohnung von geringfügig und nebenberuflich Beschäftigten, Teilzeitbeschäftigten sowie Rentnern, Schülern und Studenten in bewährter Form vor. Praxisnah erläutert sind die Gesetzes- und Verwaltungsregelungen zur Lohn- und Kirchensteuer, Vermögensbildung, Sozialversicherung und zum Arbeitsrecht. Es werden legale Gestaltungsmöglichkeiten aufgezeigt, wie Steuern und Sozialabgaben gespart werden können.

 

Albrecht, Peter; Wandt, Manfred (Hrsg.): Akademische Feierstunde anlässlich des 75. Geburtstages von Prof. Dr. Egon Lorenz. Mannheimer Vorträge zur Versicherungswissenschaft, Band 89, Verlag Versicherungswirtschaft GmbH, Karlsruhe, 2010, 48 Seiten. ISBN 978-3-89952-525-0

Prof. Dr. Egon Lorenz feierte am 9. Juli 2009 seinen 75. Geburtstag. Aus diesem Anlass veranstaltete das Institut für Versicherungswissenschaft der Universität Mannheim gemeinsam mit dem Institut für Versicherungsrecht der Goethe-Universität Frankfurt eine akademische Feierstunde. Dieses Sonderheft der Mannheimer Vorträge dokumentiert den von der Vizepräsidentin des Bundesgerichtshofs a. D. Frau Dr. Gerda Müller gehaltenen Festvortrag „Der Richter als Komponist“ sowie einzelne Grußworte und Glückwünsche zu Ehren des Jubilars. Der baden-württembergische Wissenschaftsminister Prof. Dr. Frankenberg würdigte den Jubilar anlässlich der Verleihung des Bundesverdienstkreuzes am Bande als anerkannten und führenden Experten im Bereich des Versicherungsrechts. Lorenz zeichnet sich durch eine unanfechtbare Integrität und überragende Kompetenz aus. Viele seiner zahlreichen Veröffentlichungen haben neue richtungweisende Impulse für die Fortentwicklung des Versicherungsrechts gegeben, so Frankenberg. Und weiter: Seine wissenschaftliche Bandbreite ist groß und begründet die hohe Reputation und Wertschätzung, die er im In- und Ausland genießt.

 

Altenähr, Volker; Dittrich, Rainer; Hoffmann, Anja; Shaukat, Dominik: Erfolgsfaktor Vertrieb: Versicherungsprodukte, Vertriebswege, Vergütungssysteme. Verlag Versicherungswirtschaft GmbH, Karlsruhe, 2010, 142 Seiten. ISBN 978-3-89952-524-3

Versicherungsunternehmen können angesichts der demografischen Entwicklung in Zukunft nur erfolgreich sein, wenn sie über ausreichende Finanzmittel verfügen und wenn ihr Vertrieb richtig aufgestellt ist. Volker Altenähr und sein Autorenteam begründen in ihrem Buch, warum ein erfolgreicher Vertrieb Produkte braucht, die auf die einzelnen Vertriebswege zugeschnitten sind für den Verkauf über die Ausschließlichkeitsorganisation wie für den Banken- oder Direktvertrieb. Sie erläutern ausführlich das Verhältnis von Produktentwicklung und Vertrieb, unter anderem für neue mögliche Kooperationen zwischen privater und gesetzlicher Krankenversicherung. Ein erfolgreicher Vertrieb braucht zudem qualifizierte und motivierte Mitarbeiter. Die Autoren geben wichtige Hinweise, wie leistungsfördernde Vergütungssysteme optimal gestaltet werden können. Eine leistungsgerechte Bezahlung, unter anderem nach dem vermittelten Geschäftsvolumen, sollte ihrer Meinung nach flankiert werden durch sorgfältig gestaltete Zeichnungsrichtlinien für die Mitarbeiter und eine Qualitätskontrolle des Geschäfts im Sinne von MaRisk. Die Autoren führen außerdem einen statistischen Nachweis für die Wirkung von monetären Anreizsystemen für Mitarbeiter, die außergewöhnliche Vermittlungsleistungen erbringen.

 

Barton, Christian: Funktionsausgliederungsverträge im Versicherungsunternehmen. Leipziger Masterarbeiten, Band 6, Verlag Versicherungswirtschaft GmbH, Karlsruhe, 2010, 96 Seiten. Zugl.: Leipzig, Univ., Masterarb., 2010. ISBN 978-3-89952-526-7

Das Thema Outsourcing ist in aller Munde. Angesichts der Effizienzbestrebungen in der Assekuranz geht auch der Trend in der deutschen Versicherungswirtschaft klar in Richtung Auslagerung von Unternehmensfunktionen auf eigenständige rechtliche Einheiten. Rechtsanwalt Christian Barton betrachtet das Thema Outsourcing ganzheitlich: Im ersten Teil der Arbeit erläutert und bewertet er aus Sicht des Praktikers die wichtigsten rechtlichen Rahmenbedingungen für Funktionsausgliederungen - die Regelungen in § 5 Abs. 3 Nr. 4 sowie § 53d VAG. Anschließend zeigt er detailliert Chancen und Risiken der Auslagerungen aus ökonomischer Sicht auf. Der Fokus liegt dabei auf dem Transaktionskostenansatz, woraus Empfehlungen zur Frage der Ausgliederbarkeit von Unternehmensfunktionen im Versicherungsunternehmen abgeleitet werden. Die Verknüpfung von juristischen mit ökonomischen Aspekten einer Funktionsausgliederung macht diese Arbeit zu einem Begleiter für all diejenigen, die sich mit dem Thema Outsourcing im Versicherungsunternehmen nicht nur rechtlich, sondern auch wirtschaftlich beschäftigen.

 

Beenken, Matthias: Der Markt der Versicherungsvermittlung unter veränderten rechtlichen Rahmenbedingungen: unter besonderer Berücksichtigung von Sourcingstrategien des Versicherungsvermittlerbetriebs. Verlag Versicherungswirtschaft GmbH, Karlsruhe, 2010, XVIII und 326 Seiten. ISBN 978-3-89952-532-8

Der Autor, Fachjournalist mit langjähriger Berufserfahrung im Versicherungsvertrieb, untersucht die Sourcingstrategien, mit deren Hilfe Versicherungsvermittler Wettbewerbsvorteile durch kreative Veränderung ihrer wertschöpfenden Aktivitäten erlangen. Dazu leistet er eine umfassende Analyse der aktuellen rechtlichen Veränderungen aus ökonomischer Sicht und Systematisierungsansätze zur Erklärung der Wertschöpfung im Vermittlerbetrieb. Auf empirischer Basis werden der Einfluss von Sourcingstrategien auf den Erfolg von Vermittlern untersucht sowie unterschiedliche Sourcing-Typen identifiziert. Die empirische Erforschung liefert erstmals ein differenziertes Bild der drei hinsichtlich ihrer vertrags- und gesetzesrechtlichen Situation unterschiedlichen Vermittlertypen Ausschließlichkeits-, Mehrfachvertreter und Versicherungsmakler. Aus der Untersuchung können praktisch-normative Gestaltungsempfehlungen für die Führung von Versicherungsvermittlerbetrieben abgeleitet werden. Auch regt sie zu einer intensiveren Beschäftigung mit den Chancen an, die sich aus den veränderten rechtlichen Rahmenbedingungen ergeben. Für die Vertriebssteuerung von Versicherungsunternehmen wird der Erklärungsbeitrag interessant sein, der zu den Ursachen für die seit Jahren beobachtete Verschiebung der Marktanteile der Vertriebswege erbracht wird.

 

Beske, Fritz et al: Bedarfsgerechte Gesundheitsversorgung bei begrenzten Mitteln: Situationsanalyse, internationaler Vergleich, Handlungsoptionen. Fritz-Beske Institut für Gesundheits-System-Forschung: Schriftenreihe, Band 116, Schmidt & Klaunig, Kiel, 2010,  248 Seiten. ISBN 978-3-88312-453-7

Das Problem ist seit langem bekannt. In Zukunft werden immer weniger Beitragszahler für immer mehr ältere Menschen mit einem hohen Versorgungsbedarf Beiträge entrichten. Wenn dann die gleichen Leistungen wie heute finanziert werden sollen, müssten die Beiträge oder aber die Steuerzuschüsse erheblich steigen. Dies kann so nicht erwartet werden. Andere Industrienationen haben die gleichen Probleme wie Deutschland, gehen aber anders damit um. So wird etwa in Schweden und Norwegen nach einem Weg gesucht, welche medizinischen Leistungen vor dem Hintergrund des demographischen Wandels noch von der Solidargemeinschaft finanziert werden können. Wir werden in Deutschland nach Kenntnisstand von Prof. Beske nicht umhinkommen, ähnliche Schritte zu gehen. Damit dies ein demokratischer und transparenter Prozess ist, sollten wir heute damit beginnen. Dann haben die Versicherten der Gesetzlichen Krankenversicherung die Möglichkeit, sich verlässlich auf das einzustellen, was in Zukunft von der Solidargemeinschaft abgesichert wird und wofür sie selbst vorsorgen müssen.

 

Birkner, Guido (Red.): Branchenkompass 2009, Spezialausgabe: Optimale Betriebsmodelle; Versicherungen; aktuelle Entscheiderbefragung; Geschäftsstrategie der Zukunft, Rückbesinnung auf Produkte und Vertrieb; interne Prozesse, zweite Welle der Ablaufoptimierung; VVG-Novelle, verlängerte Wertschöpfungskette. Hrsg. Steria Mummert Consulting AG.  FAZ-Institut, Frankfurt am Main, 2010, 8 Seiten. ISBN 978-3-89981-742-3

Im November 2009 wurden 100 Führungskräfte aus den größten Versicherungsunternehmen Deutschlands zu den Auswirkungen der VVG-Novelle, zur Prozessoptimierung und zu ihrer Geschäftsstrategie befragt. Sie vertreten die Geschäftsbereiche Personenversicherer und Schaden/Kompositversicherer. Interviewpartner waren Vorstandsvorsitzende, Geschäftsführer, Leiter der Bereiche Finanzen, Unternehmensentwicklung sowie Vertrieb und Marketing. Das Marktforschungsinstitut forsa aus Berlin führte die Befragung in Telefoninterviews nach der Methode des Computer Aided Telephone Interviewing (CATI) durch. Die Basis der Telefoninterviews bildete ein strukturierter Fragebogen. Die Ergebnisse der Befragung lassen sich wie folgt zusammenfassen: Das Automatisierungspotential der Unternehmen ist noch nicht ausgeschöpft; Die VVG-Novelle deckt Schwächen der Betriebsmodelle auf; Die interne Kommunikation der Strategie funktioniert nicht; Weniger Komplexität und ein kleineres Produktportfolio könnten Chancen sein; Die Optimierung gerät mangels Einsatz von Messmethoden ungenau.

 

Brück, Tilman (Red.): Ökonomie der Sicherheit. Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung: Vierteljahrshefte zur Wirtschaftsforschung, Band 2009/4, Duncker & Humblot, Berlin, 2009, 149 Seiten. ISBN 978-3-428-13294-2

Die Ökonomie der Sicherheit ist ein noch junger Forschungszweig, der mit ökonomischen Konzepten und Methoden die Ursachen, Funktionsweisen und Folgen von Terrorismus untersucht sowie den wirtschafts- und sicherheitspolitischen Handlungsbedarf und ökonomische Wege zur Bekämpfung des Terrorismus aufzeigt. Seit dem 11. September 2001 hat sich das Spektrum des Forschungszweiges erheblich erweitert: Zunächst standen die Folgen von Terrorismus für ganze Volkswirtschaften oder einzelne Sektoren im Vordergrund der Diskussionen. Auch die ökonomischen, politischen und ethnisch/religiösen Motive für die Entstehung von Terrorismus wurden und werden weiterhin analysiert. Eine zentrale Frage ist die nach der (wirtschaftlich) sinnvollen Bekämpfung von Terrorismus, das heißt nach dem optimalen Grad der Bekämpfung des Terrorismus. In diesem Zusammenhang werden die Möglichkeiten zur Kontrolle der Finanzierungsströme terroristischer Aktivitäten untersucht. In letzter Zeit werden die Terrorismusbekämpfung und die damit verbundenen Kosten stärker im Rahmen einer mehrdimensionalen Sicherheitspolitik diskutiert. Eine besonders junge Forschungsrichtung untersucht die Medienwirksamkeit von Terroranschlägen und die (damit verbundene) subjektive Wahrnehmung von Terrorismus in der Bevölkerung (siehe Brück und Müller 2010). Auch hierbei wird über das singuläre Ereignis terroristischer Aktivität hinaus das Sicherheitsempfinden und die allgemeine Sicherheitslage thematisiert und überlegt, welcher Handlungsbedarf abgeleitet werden kann und welche wirtschaftlich sinnvollen Strategien eingeleitet werden sollten beziehungsweise, ob bestehende Anti-Terror-Maßnahmen überhaupt effektiv sind. Diese mehrdimensionale Einbettung in allgemeine sicherheitspolitische und spezielle wirtschaftspolitische Strategien und darüber hinaus der Einbezug ethischer Fragen zeigt sich auch bei vielen der in dieser Publikation vorgestellten Beiträge.

 

Ehrlich, Kathleen: Wertorientierte Steuerung von Versicherungsunternehmen mit Solvency II. Reihe: Versicherungswirtschaft, Band 57, Josef Eul Verlag, 2009, XVII und 286 Seiten. Zugl.: Köln, Univ., Diss., 2009 u.d.T.: Ökonomische und aktuarielle Perspektiven unter Solvency II. ISBN 978-3-89936-873-4

Werte zu schaffen, ist ein uraltes Prinzip in der Betriebswirtschaft. Nachhaltig werden genau dann Werte geschaffen, wenn regelmäßig ein Ergebnis erwirtschaftet wird, das die Kosten für das eingesetzte Kapital übersteigt. Wertorientierte Steuerung hat sich in der Versicherungspraxis zwar bereits in den DAX-Unternehmen als wichtiges Managementtool etabliert, dennoch setzen bislang nur die wenigsten nicht im DAX notierten Versicherungsunternehmen derartige Steuerungsinstrumente ein. Externe Anforderungen beeinflussen zunehmend das wirtschaftliche Handeln von Versicherungsunternehmen. Obwohl die Unternehmen in einem freien marktwirtschaftlichen Umfeld autonome Entscheidungen treffen können, sind sie Beschränkungen ausgesetzt, insbesondere durch staatliche Regulierung. Der Gesetzgeber legt mit Solvency II neue Grundsätze für die Beaufsichtigung von Versicherungsunternehmen fest, die voraussichtlich ab Oktober 2012 umzusetzen sind. Die Autorin untersucht auf theoretischer Grundlage und vor dem Hintergrund der aktuellen europäischen Diskussion um die Einführung von Solvency II die Eignung des aufsichtsrechtlichen Standardansatzes zur Risikokapitalbewertung als Kernelement eines wertorientierten Steuerungsmodells für Versicherungsunternehmen.

 

Fellmann, Walter; Weber, Stephan (Hrsg.): Personen-Schaden-Forum 2010. Schulthess Juristische Medien AG, Zürich u. a., 2010, 360 Seiten. ISBN 978-3-7255-6012-7

Die Beiträge des 9. Personen-Schaden-Forums drehen sich einmal schwerpunktmässig um die Rechtsentwicklungen. Dabei wird der Blick nicht nur zurück, sondern auch nach vorne geworfen, und er macht auch vor der Landesgrenze nicht Halt: Aufgezeigt wird auch die neuere Rechtsprechung in Deutschland und Österreich, wo sich ähnliche Probleme stellen, aber auch weitere Aspekte beleuchtet und andere Wege beschritten werden. Zwei weitere Beiträge befassen sich mit der sozialen Sicherheit älterer Geschädigter und ihrer Angehörigen und der Koordination von Altersleistungen, ein weiterer mit ausgewählten Fragen zum Regress des Privatversicherers.

 

Fiala, Johannes; Keppel, Thomas H.; Körner, Katharina: Deckungslücken in der Vermögensschadenhaftpflichtversicherung. C. H. Beck oHG, München, 2010, XXV und 222 Seiten. ISBN 978-3-406-60057-9

Jeder zweite Kammerberufler ist unzureichend gegen Regresse aus seiner Berufstätigkeit versichert. Im Bereich der notwendigen Vermögensschadenhaftpflichtversicherung (VSH) kann unzureichende Deckung im Schadensfall schnell eine (Privat-)Insolvenz herbeiführen. Die Autoren stellen typische Fehlerquellen und untypische Tätigkeiten den üblichen Standarddeckungen der Versicherer gegenüber. Dadurch werden oft übersehene Lücken bzw. Ausschlüsse im Versicherungsschutz (insbesondere die sog. "wissentliche Pflichtverletzung") deutlich. Daneben werden angrenzende Bereiche des privaten und beruflichen Versicherungsschutzes vorgestellt, einschließlich ihrer teilweise problematischen Abgrenzung zur klassischen VSH. Schließlich werden mögliche Strategien zur Begrenzung der Haftung aufgezeigt (z.B. Risikomanagement, Individualhaftungsvereinbarung), welche dazu führen, dass sich das Risiko eines Schadensfalls oder eines Wegfalls der Versicherungsdeckung reduziert. Dr. Johannes Fiala arbeitet als Rechtsanwalt in München und ist Lehrbeauftragter für Bürgerliches Recht und Versicherungsrecht an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg. Thomas Keppel, Dipl.-Jur. Univ., beschäftigt sich als Rechtsanwalt in München schwerpunktmäßig mit Haftungs- und Versicherungsrecht einschließlich betrieblicher Altersversorgung. Rechtsanwältin Dr. Katharina Körner arbeitet in München mit Schwerpunkt im Zivilrecht.

 

Franke, Alexa: Modelle von Gesundheit und Krankheit. Lehrbuch Gesundheitswissenschaften. 2., überarbeitete und erweiterte Auflage. Verlag Hans Huber, Bern, 2010, 272 Seiten. ISBN 978-3-456-84830-3

Was bedeuten die Begriffe «Gesundheit» und «Krankheit» in Politik, Medizin, Pharmaindustrie, bei Versicherungen oder in der Rechtsprechung? Was bedeuten sie für die Bürgerinnen und Bürger, in deren Interesse die Reformen ja sein sollen? Wer versteht was unter Gesundheit und Krankheit? Mit der Publikation dieses Buches im Jahre 2006 war die Hoffnung verbunden, dass es Neugierige geben möge, die sich auf diese Fragen nicht mit den Antworten zufrieden geben wollen, die vom herrschenden biomedizinischen Krankheitsmodell und von konservativ-liberaler Versorgungsmentalität diktiert werden. Diese Hoffnung bestätigte sich sehr eindrücklich: Offenbar besteht Interesse daran zu verstehen, welche Zusammenhänge zwischen den theoretischen Modellen von Gesundheit und Krankheit und der Art der gesundheitlichen Versorgung bestehen, welche Menschenbilder und gesellschaftlichen Grundüberzeugungen sich in ihnen niederschlagen. Die erweiterte Neuauflage berücksichtigt den aktuellen Diskussionsstand und behandelt folgende Themen: - Definitionen und Dimensionen von Gesundheit, Krankheit und Behinderung - biomedizinische, psychosomatische, psychologische und soziokulturelle Modelle von Krankheit, Stress und Bewältigung und deren Konsequenzen für die Gesundheitsversorgung und den Umgang mit Patientinnen und Patienten - Theorien von Gesundheit und Salutogenese, WHO-Gesundheitsbegriff und Ansätze der Gesundheitsförderung - geschlechtsspezifische und sozialepidemiologische Modelle von Gesundheit und Krankheit - subjektive Theorien von Gesundheit und Krankheit.

 

Führer, Christian: Asset Liability Management in der Lebensversicherung. Verlag Versicherungswirtschaft GmbH, Karlsruhe, 2010, 212 Seiten. ISBN 978-3-89952-495-6

Lebensversicherungsprodukte basieren weitgehend auf komplexen Spar- und Entsparprozessen, die es aus Sicht eines Lebensversicherers erforderlich machen, das klassische versicherungstechnische Risikogeschäft und das Kapitalanlagegeschäft im Zusammenhang zu analysieren und zu steuern. Die mathematischen Methoden des Asset Liability Managements (ALM) stellen eine Antwort auf die sich daraus ergebenden Herausforderungen dar und bilden in Zeiten dynamischer Kapitalmärkte und wachsender aufsichtsrechtlicher Vorgaben eine zentrale Grundlage für eine vorausschauende Unternehmenssteuerung in der Lebensversicherung. Das vorliegende Buch bietet dem Interessenten aus Hochschule und beruflicher Praxis eine rasche und umfassende Einführung in das noch junge Gebiet des Asset Liability Managements in der Lebensversicherung. Ausgangspunkt der Darstellung ist eine wissenschaftstheoretische Einordnung des ALM-Begriffs in den Gesamtkontext der Theorie der Finanzintermediation, die in gewisser Weise als Neuinterpretation des Versicherungsgeschäfts verstanden werden kann. Den Schwerpunkt des Buches bildet ein Überblick über die mathematische Methodik, die im Rahmen von ALM-Strategien zum Einsatz kommt, hier soll vor allem ein Grundverständnis für die hinter den einzelnen Methoden stehenden Ideen geweckt werden. Der Text ist dabei bewusst so ausführlich gehalten, dass auch Leser ohne mathematisches Studium der Darstellung sicher folgen können. Abgerundet wird der Inhalt mit einer Diskussion organisationstheoretischer Fragen des Asset Liability Managements, denen sich Versicherungsunternehmen und -konzerne in Zukunft verstärkt stellen müssen. Vor dem Hintergrund von Solvency II und der wachsenden Bedeutung eines professionellen Kapitalanlagemanagements bietet das Buch damit einen Einstieg in zentrale Managementprozesse der Lebensversicherungswirtschaft von morgen.

 

Gerlinger, Thomas (Hrsg.): Politik für Gesundheit: Fest- und Streitschriften zum 65. Geburtstag von Rolf Rosenbrock. Verlag Hans Huber, Bern, 2010, 407 Seiten. ISBN 978-3-456-84827-3

Die Frage, wie Politik die Gesundheit verbessern kann, wird kontrovers diskutiert. Der vorliegende Band umfasst rund vierzig Beiträge zu den Themen Prävention und Gesundheitsförderung, Krankheitsversorgung, gesundheitliche Ungleichheit und Gesundheitspolitik.

 

Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e. V. (Hrsg.): Gesamtwirtschaftliches Umfeld und Versicherungsmärkte im Frühjahr 2010. GDV Volkswirtschaft/Konjunktur & Märkte, Band 2010.1, GDV, Berlin, 2010, 20 Seiten.  ISSN 1611-5988

Auch gut eineinhalb Jahre nach dem Zusammenbruch von Lehman Brothers erweist sich die Versicherungswirtschaft in Deutschland in der Banken- und Wirtschaftskrise in ihrer Geschäftsentwicklung weiterhin als ausgesprochen robust. Sowohl die Leistungsfähigkeit der Versicherer als auch die Nachfrage nach Versicherungsschutz bleiben stabil; die Beitragseinnahmen konnten in 2009 sogar deutlich gesteigert werden. Auch für 2010 kann für die Versicherungswirtschaft bei aller Prognoseunsicherheit erneut zumindest mit einem leichten Anstieg der Beitragseinnahmen gerechnet werden. Große Unsicherheit geht dabei aber nach wie vor vom gesamtwirtschaftlichen Umfeld aus; vor allem die Krise in Griechenland und die Lage der öffentlichen Haushalte bereiten Grund zur Sorge.

 

Hagen, Cornelia (Red.): Verbraucherpolitik zwischen Markt und Staat. Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung: Vierteljahrshefte zur Wirtschaftsforschung, Band 2009/3, Duncker & Humblot, Berlin, 2009, 223 Seiten. ISBN 978-3-428-13246-1

In diesem Heft wird Verbraucherpolitik in Wohlfahrtsmärkten, im Bereich der Finanzdienstleistungen, neuer Technologien und der Kommunikationstechnologien sowie im Einzelhandel diskutiert. Widergespiegelt werden verschiedene Paradigmen der Verbraucherpolitik: Die neoliberale Sicht geht von der Souveränität und dem rational handelnden Konsumenten aus. Nach der Informationsökonomik sind Verbraucher systematisch weniger informiert als Anbieter. Die Verhaltensforschung belegt experimentell, dass Verbraucher nicht nur rational handeln. Während der erste Ansatz auf die selbst regulierenden Kräfte des Marktes setzt, lässt der zweite Ansatz bei schwerem Marktversagen staatlich regulierte Informationsrechte und -pflichten zu. Die Verhaltensökonomie hält paternalistische Eingriffe der Verbraucherpolitik nicht für vermeidbar und Information sowie erweiterte Wahlmöglichkeiten allein für unzureichend.

 

Hamburger Gesellschaft zur Förderung des Versicherungswesens mbH (Hrsg.): Fluch und Segen der Kapitalmärkte für die Versicherungswirtschaft: Dokumentation über das Symposium "Finanzkrise und Assekuranz" am 9. Oktober 2009 im Hause Aon Jauch & Hübener, Hamburg. Veröffentlichungen der Hamburger Gesellschaft zur Förderung des Versicherungswesens mbH, Hamburg, Band 36, Verlag Versicherungswirtschaft GmbH, Karlsruhe, 2010,  IV und 114 Seiten. ISBN 978-3-89952-545-8


Das 8. Symposium der Hamburger Gesellschaft zur Förderung des Versicherungswesens mbH befasste sich mit dem aktuellen Thema der Finanzkrise und ihrer Auswirkung auf die Versicherungswirtschaft. Der Ausbruch der Finanzkrise war nicht unabsehbar, aber in seinen Ausmaßen doch unerwartet. Aufgrund der globalen Verknüpfung sowohl der Finanz- als auch der Realgüterwelt eröffnete sich ein breiter Themenfächer. Die Reihenfolge der Vorträge orientierte sich zunächst an der Darstellung der Geschehnisse an sich, ihre Auswirkungen auf die Assekuranz, die Wirtschaft und die Rückversicherung und den Beitrag der Versicherungswirtschaft zu dieser Finanzkrise. Folgende Themen wurden behandelt: Systemzusammenhänge in der Finanzkrise; Auswirkungen der Finanzkrise auf die Versicherungswirtschaft; Auswirkungen der Finanzmarktkrise auf die Rückversicherung; Hat die Assekuranz zur Finanzkrise beigetragen oder war sie lediglich nur Opfer? Solvency II: A guarantee for a crisis-free future? Belastet die Finanzkrise das versicherungstechnische Ergebnis der Gesellschaften und ist speziell die Sparte Kredit besonders gefährdet? Belastet die Finanzkrise das versicherungstechnische Ergebnis der Gesellschaften und ist speziell die Sparte D&O besonders gefährdet? Zukunft der Aufsicht national und supranational(EU/EWR); Zusammenfassung.

 

Hamburger Zentrum für Versicherungswissenschaft: Aktuelle Probleme des Versicherungsvertrags- und Vermittlerrechts. Veröffentlichungen des Seminars für Versicherungswissenschaft der Universität Hamburg und des Vereins zur Förderung der Versicherungswissenschaft in Hamburg e.V / Reihe D, Hamburger Zentrum für Versicherungswissenschaft, Band 1, Verlag Versicherungswirtschaft GmbH, Karlsruhe, 2010, XXIII und 311 Seiten. ISBN 978-3-89952-537-3

Das Hamburger Zentrum für Versicherungswissenschaft möchte mit der neuen Reihe D die besten Abschlussarbeiten aus dem Masterstudiengang Versicherungsrecht der Universität Hamburg einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich machen. Die Masterstudenten haben sich im Rahmen ihrer Masterarbeiten mit einer Vielzahl von aktuellen Problemen nach der Reform des Versicherungsvertragsrechts und auch des Vermittlerrechts auseinandergesetzt. Die besten Arbeiten wurden ausgewählt und in diesem Band veröffentlicht. Der Band 1 „Aktuelle Probleme des Versicherungsvertrags- und Vermittlerrechts“ enthält Masterarbeiten des Abschlussjahrgangs 2009 zu den Themen: Der Ausschluss psychischer Erkrankungen in der privaten Unfallversicherung; Subjektive Risikoausschlüsse in der Haftpflichtversicherung; Der Übergang von Ersatzansprüchen nach § 86 VVG; Regressmöglichkeiten in der Kfz-Haftpflichtversicherung; Die Vergütung des Versicherungsmaklers; Fragen des Datenschutzes in der Versicherungswirtschaft.

 

Harbauer, Walter (Begr.); Bauer, Günter (Bearb.): Rechtsschutzversicherung: Kommentar zu den Allgemeinen Bedingungen für die Rechtsschutzversicherung (ARB 75 und ARB 94/2000). 8., völlig neu bearbeitete Auflage. C. H. Beck oHG, München, 2010, XLVIII und 1205 Seiten. ISBN 978-3-406-58528-9

Die 8. Auflage des Kommentars beantwortet alle Fragen zu Fällen in der Rechtsschutzversicherung umfassend und souverän. Das Standardwerk berücksichtigt die Änderungen durch die VVG-Reform und kommentiert die ARB 2000/2009, die ARB 75 und darüber hinaus eigenständig die §§ 125-129 VVG. In der Kommentierung der ARB 2000/2009 wird auf die Abweichungen der ARB 94 hingewiesen. Eine Synopse der angepassten ARB 2000 und ARB 75 zeigt die Veränderungen der letzten Jahre auf. So lassen sich auch Altfälle schnell und effizient bearbeiten.

 

Heidl, Wolfgang: Die VVG-Reform, insbesondere der Direktanspruch dargestellt anhand der Berufshaftung des Rechtsanwalts und des Steuerberaters. Schriften zum Versicherungs-, Haftungs- und Schadensrecht, Band 25, Verlag Dr. Kovac, Hamburg, 2010, 546 Seiten. Zugl.: Erlangen-Nürnberg, Univ., Diss., 2009. ISBN 978-3-8300-5017-9

Ausgehend von der Untersuchung der Haftung des Rechtsanwalts und des Steuerberaters und den dabei auftretenden Unterschieden und Gemeinsamkeiten widmet sich der Verfasser der Berufshaftpflichtversicherung und den durch die Reform des Versicherungsvertragsgesetzes herbeigeführten Neuerungen. Schließlich lenkt er das Hauptaugenmerk auf den Direktanspruch in seiner allgemeinen und durch den Gesetzgeber begrenzten Erscheinungsform unter besonderer Berücksichtigung bestimmter ausländischer Rechtsordnungen und Darstellung eines eigenen Reformvorschlags. Die Abhandlung richtet sich an Rechtsanwälte, Steuerberater, aber auch Versicherer, Mandanten und sonstige Personen, die mit der Berufshaftung des Rechtsanwalts und des Steuerberaters, mit den damit in Zusammenhang stehenden berufshaftpflichtversicherungsrechtlichen Fragen und der Durchsetzung sowie Regulierung des Haftpflichtanspruchs zu tun haben. Die in der heutigen Zeit immense Bedeutung einer Berufshaftpflichtversicherung bzw. Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung wird dadurch erkennbar, dass ein Rechtsanwalt oder Steuerberater verpflichtet ist, eine solche abzuschließen und zu unterhalten, um überhaupt seine Zulassung zu bekommen und seinen Beruf ausüben zu dürfen. Deshalb stellt eine Vielzahl der deutschen Versicherungsunternehmen diesen Versicherungstypus in ihrem Angebotsportfolio bereit. Der Mandant hat bei Eintritt eines Haftungsfalles in der Regel ein Recht auf Auskunft des Trägers der Berufshaftpflichtversicherung gegenüber der Rechtsanwalts- oder Steuerberaterkammer.

 

Heimes, Heiko: Verkaufsverhalten im Ausschließlichkeitsvertrieb der Versicherungsindustrie: eine empirische Untersuchung des Einflusses auf den Vertriebserfolg. Reihe: Versicherungswirtschaft, Band 56, Josef Eul Verlag, 2009, XXIV und 476 Seiten, Zugl.: Köln, Univ., Diss., 2009. ISBN 978-3-89936-867-3

Der Vertrieb ist die conditio sine qua non für alle anderen betriebswirtschaftlichen Funktionen in Versicherungsunternehmen, weil die hier vertriebenen Dienstleistungen erst nach Abschluss des Versicherungsvertrags produziert werden. Im Rahmen der Vertriebsfunktion hat der Ausschließlichkeitsvertrieb aufgrund seiner ausgeprägten Kundennähe und der engen Beziehung zum Versicherungsunternehmen eine besondere Bedeutung, die sich nicht zuletzt in hohen Marktanteilen widerspiegelt. Zugleich steht der einzelne Ausschließlichkeitsvertreter vor zahlreichen Herausforderungen im Zuge zunehmenden Wettbewerbs und der Veränderungen der gesamtwirtschaftlichen und rechtlichen Rahmenbedingungen. Um diesen Herausforderungen adäquat begegnen zu können, bedarf es fundierter Kenntnisse der relevanten Erfolgsfaktoren der vertrieblichen Aktivitäten. Dabei sollte dem Verkaufsverhalten besondere Beachtung geschenkt werden. Das Verhalten dient der Ausgestaltung des persönlichen Verkaufs, eines Instruments im Marketingmix, das beim Vertrieb von Versicherungen aufgrund der spezifischen Produkteigenschaften von besonderer Bedeutung ist. Nur die direkte Interaktion zwischen Verkäufer und Kunde erlaubt es, den Besonderheiten des Verkaufs von Versicherungen gerecht zu werden. Die empirische Ermittlung des Erfolgseinflusses der Variablen des Verkaufsverhaltens im Ausschließlichkeitsvertrieb der Versicherungsindustrie stellt die zentrale Zielstellung der vorliegenden Arbeit dar. Die Ergebnisse der Untersuchung liefern Ansatzpunkte für die weitere wissenschaftliche Forschung und insbesondere für die vertriebliche Praxis.

 

Hellwege, Phillip: Allgemeine Geschäftsbedingungen, einseitig gestellte Vertragsbedingungen und die allgemeine Rechtsgeschäftslehre. Jus publicum, Band 148, Mohr Siebeck, Tübingen, 2010. Zugl.: Regensburg, Univ., Habil.-Schrift, 2009. ISBN 978-3-16-150254-5
Der Autor stellt die Erkenntnis, wonach das Recht der Allgemeinen Geschäftsbedingungen eine Errungenschaft des 20. Jahrhunderts ist, auf den Prüfstand. Er untersucht dessen Wurzeln im 19. Jahrhundert und verfolgt seine Entwicklung bis in das geltende Recht hinein. Aus dieser historischen Analyse heraus ergeben sich Fragen für das geltende Recht: Inwieweit ist es etwa möglich, die insbesondere in § 305 Abs. 2 BGB normierten Einbeziehungsvoraussetzungen aus der allgemeinen Rechtsgeschäftslehre herzuleiten? Und hat der Gesetzgeber mit dem AGB-Begriff den richtigen Systembegriff gefunden, um den Anwendungsbereich der offenen richterlichen Inhaltskontrolle zu definieren? Diese und andere Fragen sucht der Autor unter Hinzuziehung einer vergleichenden Perspektive zu beantworten. Doch unterzieht er das geltende Recht dabei nicht nur einer kritischen Würdigung, sondern legt es auch neu aus.

 

Hoffmann, Stefan; Müller, Stefan (Hrsg.): Gesundheitsmarketing: Gesundheitspsychologie und Prävention. Programmbereich Gesundheit, Verlag Hans Huber, Bern, 2010, 352 Seiten. ISBN 978-3-456-84801-3

Marketing spielt für das Gesundheitswesen eine zunehmend wichtige Rolle. Obwohl das Thema Health-Care-Marketing schon seit mehr als 30 Jahren in den USA Beachtung findet, wird ihm in Deutschland erst seit wenigen Jahren die nötige Aufmerksamkeit zuteil. Ziel von Gesundheitsmarketing ist es, bewährte Marketingmethoden und -techniken auf das Gesundheitswesen zu übertragen (z.B. Zielgruppenorientierung). Wer Gesundheitsmarketing betreiben möchte, muss über interdisziplinäres Wissen verfügen. Das vorliegende Buch stellt einschlägige sozial- und gesundheitspsychologische Theorien vor und leitet daraus Handlungsempfehlungen ab. Es umfasst Beiträge von Forschern aus den Gebieten Marketing, Psychologie, Medizin, Volkswirtschaftslehre sowie Kommunikationsmanagement. Zudem berichten Praktiker von der Konzeption und Umsetzung erfolgreicher Präventionskampagnen.

Holtfort, Thomas: Emotionsökonomie: der Faktor Mensch im Finanzdienstleistungssektor. Mit einem Geleitw. von Volker Eickenberg. Josef Eul Verlag GmbH, Lohmar, 2010. XVI und 88 Seiten. ISBN 978-3-89936-884-0

Die Ökonomie betrachtet menschliches Verhalten seit Jahrzehnten fast ausschließlich durch die Brille des so genannten Homo Oeconomicus, der seinen eigenen Vorteil sucht und dabei vollkommen rational agiert. Dabei scheint es aber auf der Hand zu liegen, dass ökonomische Prozesse vom Menschen erdacht, gesteuert und umgesetzt werden, so dass solche Prozesse einer starken emotionalen Färbung unterliegen. Eine Ausklammerung solcher Überlegungen würde einer fehlenden Akzeptanz von Emotionen, wie Neid, Gier, Empathie, Angst oder Vertrauen, in zwischenmenschlichen ökonomischen Beziehungen gleichkommen. Gerade in Zeiten, in denen es an den Finanzmärkten ordentlich kriselt, ist eine stärkere Auseinandersetzung mit dem Thema Emotionen in dieser Branche unumgänglich. Bank- und Versicherungsberater, die ihre Kunden emotional abholen, haben in Zukunft größere Chancen, erfolgreich zu agieren. Führungskräfte in Banken und Versicherungen müssen verstehen, dass Stimmungen und Verhaltensweisen der Mitarbeiter ein Spiegelbild des Führungsverhaltens sind. Hier gilt es, ein Mehr an Vertrauen, Intuition und Moral sowie ein Weniger an Kontrolle und Angst aufzubauen. Auch in anderen Funktionsbereichen der Finanzindustrie, wie Risikomanagement oder Marketing, sollte der Faktor Mensch eine wichtigere Rolle einnehmen. Nicht umsonst ist das Thema Wirtschaftskriminalität meist eine Folge von motivationalem Verhalten, welches in Controlling- und Risikomanagementsystemen der Finanzbranche zu wenig Beachtung findet. Ebenso können Marketingversprechen nur wirken und vertrauenswürdig sein, wenn sie sich zum einen wieder persönlich mit dem Menschen auseinandersetzen und zum anderen auch ehrlich gemeint sind.

 

Keppel, Jan: Die Pflichthaftpflichtversicherung nach der VVG-Reform. Schriften zum Versicherungs-, Haftungs- und Schadensrecht, Band 26, Verlag Dr. Kovac, Hamburg, 2010, 242 Seiten. Zugl.: Trier, Univ., Diss., 2010. ISBN 978-3-8300-5168-8
Im Zuge der VVG-Reform unterlag die Pflichthaftpflichtversicherung erheblichen Veränderungen. Die Studie befasst sich speziell mit den Themenbereichen des Direktanspruchs und der Risikobegrenzung im Bereich der Pflichtversicherung. Durch die Übertragung des aus der Kfz-Haftpflichtversicherung - schon vor der Reform - bekannten Direktanspruchs auf die übrige Pflichtversicherung sind einige Anwendungsprobleme aufgetreten. Insbesondere das Zusammenwirken von Direktanspruch und dem neu eingeführten Quotelungsmodell führen im Bereich der Mindestversicherungssummen zu möglichen Schutzlücken für den geschädigten Dritten, die es zu schließen gilt. Darüber hinaus stellt sich außerhalb der Kfz-Haftpflichtversicherung das Problem, dass der Geschädigte in der Regel nur mit Hilfe des Schädigers dessen Versicherer ausfindig machen kann. Für diese und weitere Probleme bietet das Buch praktikable Lösungen an. Außerdem zeichnet die Studie die Entstehung des Direktanspruchs gemäß §115 VVG nach und vergleicht die Vorteile der jetzigen Fassung gegenüber der Rechtslage vor der VVG-Reform. Vor der Neufassung des VVG war in der Literatur heftig umstritten, ob Risikobegrenzungen in der Pflichthaftpflichtversicherung überhaupt zulässig sind. Durch §114 VVG hat der Gesetzgeber diesen Streit zugunsten der Zulässigkeit von Risikobegrenzungen entschieden. Die Wirksamkeit dieser Risikobegrenzungen soll allerdings nur dann gegeben sein, wenn sie nicht dem Zweck der Pflichtversicherung entgegenstehen. Anhaltspunkte wann dies der Fall sein soll gibt der Gesetzgeber jedoch nicht. Es werden daher Kriterien herausgearbeitet, wie gemäß §114 VVG eine Risikobeschränkung innerhalb der Pflichtversicherung wirksam vereinbart werden kann.

 

Kins, Christoph: Der Abschluss des Versicherungsvertrags: eine Untersuchung des Zusammenspiels von vorvertraglicher Informationspflicht und Abschlussmodell. Veröffentlichungen des Seminars für Versicherungslehre der Universität Frankfurt am Main, Band 18, Verlag Versicherungswirtschaft GmbH, Karlsruhe, 2010, 464 Seiten. Zugl.: Mainz, Univ., Diss, 2009/10. ISBN 978-3-89952-530-4

Der § 5a VVG a.F. ist entfallen, das Policenmodell gehört der Vergangenheit an, der Vertragsschluss im Versicherungsrecht wirft jedoch nach wie vor zahlreiche Probleme auf. Der Autor untersucht die einzelnen Abschlussmodelle auf ihre rechtliche Zulässigkeit hin und betrachtet das Verhältnis zwischen Modell und vorvertraglicher Informationspflicht. So wird der umstrittene Rechtzeitigkeitsbegriff definiert; ein Abschlussmodell verworfen. Auch wird u. a. das Verhältnis von § 7 Abs. 1 VVG zur Billigungsklausel, zur vorvertraglichen Anzeigepflicht und zum Widerrufsrecht erörtert. Die Arbeit wendet sich außerdem modellabhängigen Rechtsfragen zu: Kann der Vertrag durch das Schweigen des Versicherungsnehmers zustande kommen? Welche Anforderungen stellt die Verzichtslösung an den Versicherer? Wie werden die AVB beim Abschluss am Telefon einbezogen?

 

Klemperer, David; Braun, Bernhard: Sozialmedizin - Public Health: Lehrbuch für Gesundheits- und Sozialberufe. Lehrbuch Gesundheitswissenschaften, Verlag Hans Huber, Bern, 2010, 335 Seiten. ISBN 978-3-456-84824-2

Den Gesundheitszustand von Individuen und der Bevölkerung zu verbessern, damit befassen sich verschiedene Berufsgruppen an unterschiedlichen Orten im System der gesundheitlichen und sozialen Versorgung. Wo im System befinde ich mich? Welche theoretischen Annahmen liegen meiner Arbeit und der Arbeit anderer Berufsgruppen zugrunde? Wie entwickle ich eine wirkungsvolle, evidenzbasierte berufliche Praxis? Diese und weitere Fragen hilft dieses Buch zu beantworten. Ziel ist die Vermittlung eines Wissens, das zur Weiterentwicklung der gesundheitlichen und sozialen Versorgung motiviert und befähigt. Inhalt: Basiswissen Epidemiologie und evidenzbasierte Praxis; Modelle von Krankheit und Gesundheit; Prävention und Gesundheitsförderung; sozial bedingte Ungleichheit der Gesundheit; Struktur und Funktion des Gesundheitswesens.

 

Koller, Michael: Stochastische Modelle in der Lebensversicherung. 2., aktualisierte Auflage, Springer-Lehrbuch, Springer, Berlin, 2010, XII und 194 Seiten. ISBN 978-3-642-11251-5; ISBN 978-3-642-11252-2

Im vorliegenden Buch werden neue Erkenntnisse der Lebensversicherungsmathematik aus dem Gebiet der Markovmodelle und der stochastischen Zinsen behandelt. Besonderes Gewicht wird auf die Anwendbarkeit der Modelle in der Praxis gelegt, so dass die Aussagen direkt angewendet werden können. Die dargestellten Modelle sind in besonderer Weise geeignet, eine schnelle Tarifierung neuer Lebensversicherungsprodukte zu ermöglichen. Gleichzeitig geben diese Modelle einen tieferen Einblick in das Wesen der Lebensversicherungsmathematik. Der besondere Nutzen dieses Buches liegt einerseits in der parallelen Behandlung der Theorie in stetiger und in diskreter Zeit. Zusätzlich wird das für die Behandlung der Theorie nötige Vorwissen im Buch dargestellt. Durch die vielen Beispiele können die entsprechenden Aussagen direkt in die Praxis umgesetzt werden. Die zweite Auflage wurde an die aktuellen Entwicklungen, insbesondere in Bezug auf Solvency 2, angepasst.

Krauß, Petra: Moderne IT-Systeme als Wettbewerbsfaktor für Versicherungsunternehmen: mit Fallstudie zur Einführung der Software lifestream bei der WWK Lebensversicherung a.G. Verlag Versicherungswirtschaft GmbH, Karlsruhe, 2010, XI und 83 Seiten. ISBN 978-3-89952-542-7

Lebensversicherungsunternehmen (LVU) unterliegen in besonderem Maße den Anforderungen, die sich aus demografischen Veränderungen, Gesetzesänderungen und der Kapitalmarktentwicklung ergeben. Strategisches Reagieren auf Veränderungen, Kostentransparenz, Wirtschaftlichkeit und Effizienz sind Faktoren, die es einem LVU in der heutigen Zeit ermöglichen, konkurrenzfähig zu bleiben. Für die Tarif- und Produktentwicklung bedeutet dies vor allem, dass ein LVU in der Lage sein muss, zeitnah bedarfsorientierte und moderne Versicherungsprodukte auf den Markt zu bringen. Dafür sind flexible Produktentwicklungsprozesse erforderlich, die angemessene Produktentwicklungszyklen ermöglichen, und eine IT, mit der die technische Implementierung der Produkte sowie der erforderlichen Geschäftsprozesse realisierbar ist. Die Autorin greift die beschriebene Situation auf und beschäftigt sich mit den resultierenden Anforderungen an die Versicherungsunternehmen und deren IT. Zur Klärung der Fragestellung wird zunächst die aktuelle Situation von LVU auf dem Markt und die Nachfrageentwicklung untersucht. Im zweiten Schritt werden aktuelle Produkttrends aufgegriffen und erläutert sowie die strategische Ausrichtung von Versicherungsunternehmen hinsichtlich der Produktpolitik und -entwicklung diskutiert. Diese beiden Schritte sind die Grundlage für die anschließende Analyse der Bedeutung von IT-Systemen im Umfeld der vorher genannten Themen. Zur Verdeutlichung wird abschließend in einer Fallstudie über die Einführung der Software lifestream der Firma intersoft AG bei der WWK Versicherungsgruppe berichtet und die Erfahrung insbesondere in der Sparte Leben bewertet.

 

Kübler, Bernhard Christian: Risk classification by means of clustering. Schriften zum Controlling, Finanz- und Risikomanagement, Band 4, Peter Lang GmbH – Europäischer Verlag der Wissenschaften, Frankfurt am Main u. a., 2010,  195 Seiten. Zugl.: München, Univ. der Bundeswehr, Diss., 2009. ISBN 978-3-631-59759-0

Determining risk-adequate insurance premiums is a core issue in actuarial mathematics. This study is specifically concerned with identifying convenient partitions of (general) insurance collectives such that the resulting tariff classes are homogeneous to a maximum extent and - on the other hand - yet large enough to allow for the occurrence of the group balance concept and to end up with reliable estimates of the moments of the claim size distributions. Therefore, the author develops an innovative classification algorithm utilizing a multidimensional cluster approach combined with credibility-theoretical implications. Its construction stems from involving the entire claim information of risks simultaneously and in a suitable manner, and particulary from obtaining optimality regarding the cluster criterions. Under certain conditions, commonly used cross classification schemes are shown to be a particular case of the new approach. Besides desirable theoretical benefits like its generalizing established cross classification systems, an empirical investigation also suggests the practical superiority of the new algorithm.

 

Lau, Boris: Das Wettbewerbsverbot in Versicherungsagenturverträgen: eine kartellrechtliche Untersuchung. Versicherungsrechtliche Studien, Band 79, Peter Lang GmbH – Europäischer Verlag der Wissenschaften, Frankfurt am Main u. a., 2010,  XXVIII und 391 Seiten, Zugl.: Hamburg, Univ., Diss., 2009. ISBN 978-3-631-59912-9

Der Autor untersucht die kartellrechtliche Relevanz von Versicherungsagenturverträgen. Er stellt dazu die unterschiedlichen Formen der Versicherungsvermittlung dar und grenzt diese voneinander ab. Die vielenorts behauptete Marktbeherrschung des Firmenvertreters wird auf Grundlage der jeweiligen Vertriebsweganteile diskutiert und es wird geprüft, ob eine Marktabschottung durch das flächendeckende Netz des Ausschließlichkeitsvertriebs erreicht wird. Der Autor erläutert die Vorteile des Ausschließlichkeitsvertriebs und nimmt eine Abwägung mit den damit verbundenen Nachteilen, wie einer marktabschottenden Wirkung, wettbewerbsbeschränkenden Folgen für die Versicherungsvertreter und der Beeinträchtigungen von Verbraucherinteressen vor. Es folgt der Vorschlag, hier auf Grundlage der Gruppenfreistellungsverordnung 2790/99 und den Leitlinien über vertikale Beschränkungen, einen Ausnahmetatbestand für Wettbewerbsverbote in Versicherungsagenturverträgen zu schaffen, der eine Anwendbarkeit des Kartellverbotes aus Artikel 81 Abs. 1 EGV verhindert.

 

Lorenz, Egon (Hrsg.): Karlsruher Forum 2009: Managerhaftung: Mit Vorträgen von Mathias Habersack und Ansgar Staudinger und Dokumentation der Diskussion. Schriftenreihe der Zeitschrift Versicherungsrecht (VersR), Band 43, Verlag Versicherungswirtschaft GmbH, Karlsruhe, 2010, 140 Seiten. ISBN 978-3-89952-462-8

Seit den späten 1990er Jahren ist die Managerhaftung Gegenstand zahlreicher Untersuchungen geworden. Weiteres Diskussionsmaterial ist durch die allgemeine Finanz- und Wirtschaftskrise entstanden. Die daraus hervorgegangene gesetzliche Verschärfung der Managerhaftung hat die Nachfrage nach Versicherungsschutz stark belebt. Gedeckt wird der Bedarf hauptsächlich durch die D&O-Versicherung, die als Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung für Rechnung der Manager durch die Unternehmen abgeschlossen wird. Die Haftungsproblematik kennzeichnet in der Rechtsprechung exemplarisch das Urteil des BGH vom 21.4.1997 zu dem Fall ARAG/Garmenbeck (BGHZ 135, 244 = VersR 1997, 886). Für die Entwicklung in der Gesetzgebung stehen mehrere Gesetze, die das AktG abgeändert haben. Ergangen sind in ziemlich rascher Folge etwa das KonTraG 1998, das TransPuG 2002 und das UMAG 2005. Die vielen Streitfragen, die sich zu der Managerhaftung und zu der mit ihr zusammenhängenden D&O-Versicherung ergeben haben, werden in den Vorträgen dieses Bandes und in der sie ergänzenden Dokumentation der Diskussion eindringlich bearbeitet.

 

Luthe, Alfons; Weiskopf, Hans: Personalmanagement für Agenturen und Makler in der Versicherungswirtschaft. Verlag Versicherungswirtschaft GmbH, Karlsruhe, 2010, X und 155 Seiten + 1 CD-ROM. ISBN 978-3-89952-441-3

Agenturinhaber und Makler in der Versicherungswirtschaft investieren zum Teil erhebliche Beträge, um die Leistungsfähigkeit und damit den Umsatz und den Ertrag ihrer Unternehmen zu steigern. Dabei kommt der Beschaffung, Qualifizierung und Entwicklung von vertriebsorientiert denkenden und handelnden Mitarbeitern und Geschäftspartnern zunehmende Bedeutung zu. Die Erkenntnis, dass Personalentscheidungen auch immer Investitionsentscheidungen sind, wird in der betriebswirtschaftlichen Relevanz zwar gesehen, ihr wird jedoch in der betrieblichen Praxis vielfach nur nachrangige Bedeutung zugemessen. Die Bereitschaft der Versicherungsunternehmen, ihre Vertragspartner mit dem vorhandenen Managementwissen und Know-how zu unterstützen, ist häufig durch unzureichende Personalressourcen begrenzt. Trotz engagierter Unterstützung durch Vertriebsführungskräfte und vielfältiger Ansätze in der Literatur: Oftmals bleiben Agenturinhaber und Makler auf sich alleine gestellt. Die Autoren legen ein Buch auf dem aktuellsten Stand von Wissenschaft und Forschung zu diesem Thema vor, das die Erkenntnisse und Erfahrungen ihrer langjährigen betrieblichen Praxis widerspiegelt. In einer klaren, verständlichen Sprache werden komplexe betriebswirtschaftliche Zusammenhänge anschaulich beschrieben und Grundlegendes zum Thema Suchen, Finden, Auswählen und Einarbeiten neuer Mitarbeiter für den Innen- und Außendienst vermittelt. Weil erfolgreiches Personalmanagement ohne gute Mitarbeiterführung nicht denkbar ist, werden darüber hinaus die Grundzüge der Führung in Agentur und Maklerbetrieb beschrieben. Dem Buch ist eine CD-ROM mit ausdruckbaren Checklisten und Arbeitsblättern sowie bearbeitbaren Tabellenkalkulationen beigelegt: zwei Rechentools für die Zeiterfassung und Investitionsberechnung, Fragen zu Bewerbungsunterlagen, ein Interviewleitfaden und eine Rollenspielanweisung.

 

Maier, Ramona: Stochastische Methoden zur Quantifizierung von versicherungstechnischen Risiken und Kreditrisiken. Berichte aus der Statistik, Shaker, Aachen, 2010, 164 Seiten.  Zugl.: Tübingen, Univ., Diss., 2010. ISBN 978-3-8322-9023-8

In der vorliegenden Arbeit werden Methoden zur Quantifizierung und Modellierung von Risiken von Nicht-Lebensversicherern vorgestellt. Für das Prämien- und Reserverisiko werden Modelle zur Bestimmung von Prädikatoren für die zukünftigen Prämien bzw. für die benötigten Schadenreserven sowie zur Messung der Genauigkeit dieser Prognosen präsentiert. In diesem Kontext werden auch multivariate Modelle betrachtet. Sie erlauben die Berücksichtigung von Interdependenzen zwischen verschiedenen Portfolios. Des Weiteren beschäftigt sich die Autorin mit der Modellierung von Abhängigkeiten zwischen beliebigen Risiken. Die darauf aufbauende Quantifizierung des Gesamtrisikos für Portfolios, die aus abhängigen Risiken besteht, nimmt einen großen Teil der Arbeit ein.

 

Niehoff, Jens-Uwe; Braun, Bernhard: Sozialmedizin und Public Health: ein Wörterbuch zu den Grundlagen der Gesundheitssicherung, der Gesundheitsversorgung, des Gesundheitsmanagement, der Steuerung und der Regulation im Gesundheitswesen. 2. Auflage, Nomos Verlagsgesellschaft mbH, Baden-Baden, 2010, 325 Seiten. ISBN 978-3-8329-4025-6

Das Gesundheitssicherungs- und versorgungssystem, seine wirtschaftlichen wie rechtlichen Grundlagen stehen im Mittelpunkt der öffentlichen Diskussion. Die dabei verwendeten Begriffe aus den verschiedensten Wissensgebieten und ausländischen Gesundheitssystemen sind selbst Fachleuten nicht immer sofort geläufig, mit den Begrifflichkeiten wird aber im Ergebnis Politik gemacht. Das völlig überarbeitete und aktualisierte Handwörterbuch Sozialmedizin und Public Health listet über 500 Stichworte auf und enthält Schlüsselbegriffe der Epidemiologie, Demografie, Medizinsoziologie, Gesundheitsökonomie, Gesundheitssystemwissenschaften und des Sozialrechts. Die Autoren setzten die Erfahrungen in Deutschland in Relation zu denen in anderen Gesundheitssystemen, vor allem dem britischen, US-amerikanischen, französischen und niederländischen. Fachbegriffe werden in übersichtlicher, handlicher Form, verständlicher Sprache, einschließlich kompakter Zusammenfassungen des jeweiligen Forschungsstandes erklärt.

 

Noack, Thomas; Schäfer, Andreas; Wolf, Stefan: 100 Versicherungskennzahlen. Cometis publishing, Wiesbaden, 2010, 152 Seiten. ISBN 978-3-940828-66-8
Kennzahlen sind essentiell zur Steuerung von Versicherungsgesellschaften. Neben der Messung möglicher Schäden sind insbesondere Informationen über die Neukundengewinnung oder Performance-Kennzahlen über die Kapitalanlagen von hoher Bedeutung. Die Autoren beleuchten außerdem die wichtigsten Kennzahlen für Investoren, darunter die Bilanz-, Ertrags- und Bewertungskennzahlen, allen voran Kennzahlen zum Embedded Value. Abgerundet wird das Werk mit gesetzlich geforderten Kennzahlen zur Solvabilität, Formeln zur Berechnung, Rechenbeispielen anhand eines beispielhaften Unternehmens, Prägnanten Erläuterungen, Erläuterungen zu Vor- und Nachteilen des Indikators und Einstufung der jeweiligen Kennzahl.

 

Oberender, Peter (Hrsg.): Wettbewerb im Gesundheitswesen. Schriften des Vereins für Socialpolitik, Gesellschaft für Wirtschafts- und Sozialwissenschaften / Neue Folge, Band 327, Duncker & Humblot, Berlin, 2010, 111 Seiten. ISBN 978-3-428-13305-5

Das Gesundheitswesen hat sich innerhalb weniger Jahre zu einem wichtigen Feld der wirtschaftspolitischen Debatte entwickelt. Dabei greifen zwei Entwicklungslinien ineinander über. Einerseits entwickelt sich das Gesundheitswesen als Ganzes immer mehr zu einer Gesundheitswirtschaft, wo Wachstums- und Entwicklungsprozesse eine begleitende Wettbewerbsordnung benötigen. Andererseits ist der innere Kern des Gesundheitswesens, das solidarisch finanzierte System der Gesetzlichen Krankenversicherung, einem stetigen Reformdruck ausgesetzt. Das System der Gesetzlichen Krankenversicherung unterliegt trotz größerer Öffnungsklauseln zugunsten selektiver Vertragsoptionen mit niedergelassenen Ärzten und Krankenkassen in den meisten Fällen nicht dem Wettbewerbsrecht, sondern dem Sozialrecht bzw. das Wettbewerbsrecht soll analog von Sozialgerichten berücksichtigt werden. Gerade die Frage, wie Wettbewerbsregeln einerseits und die Garantie sozialer Sicherheit andererseits ausgestaltet werden können, beherrscht die gesundheitspolitische Debatte. Dabei ist wettbewerbstheoretisch die Frage zu klären, welche Analogien des allgemeinen Wettbewerbsrechts, sei es im Bereich der Fusionskontrolle, bei der Frage abgestimmten Verhaltens oder bei Aspekten des Behinderungswettbewerbs, übertragbar sind. Die Beiträge im Band - allesamt schriftliche Fassungen der im März 2009 in Leipzig auf der Jahrestagung 2009 der Arbeitsgruppe Wettbewerb des Wirtschaftspolitischen Ausschusses im Verein für Socialpolitik gehaltenen Referate zeigen unterschiedliche Ausprägungen der Wettbewerbsorientierung im Gesundheitswesen auf. Insbesondere werden verschiedene Ausprägungen im Verhältnis der Krankenversicherungen untereinander bzw. im Verhältnis Krankenversicherung und Leistungserbringer problematisiert. Die Beiträge bilden vornehmlich den Blick der Praxis ab und sollen somit in Kombination mit den wissenschaftlichen Grundprinzipien, die im Eingangsreferat deutlich werden, aktuelle Fragen der Wettbewerbsorientierung im Gesundheitswesen beleuchten und mögliche Lösungsstrategien entwerfen.

 

Ohlsson, Esbjörn; Johannson, Björn: Non-Life Insurance Pricing with Generalized Linear Models. European Actuarial Academy: EAA lecture notes, Springer, Berlin, 2010, XII und 180 Seiten. ISBN 978-3-642-10790-0

Non-life insurance pricing is the art of setting the price of an insurance policy, taking into consideration varoius properties of the insured object and the policy holder. Introduced by British actuaries generalized linear models (GLMs) have become today a standard aproach used for pricing in many countries. The book focuses on methods based on GLMs that have been found useful in actuarial practice and provides a set of tools for a tariff analysis. Basic theory of GLMs in an insurance setting is presented, with useful extensions of standarde GLM theory that are not in common use. To support readers, the book contains case studies using real data of some complexity that is available at www.math.su.se/GLMbook.

 

Pilz, Knut: Missverständliche AGB: Ein Beitrag zum Verhältnis von Auslegung und Tranparenzkontrolle untersucht am Beispiel Allgemeiner Versicherungsbedingungen. Versicherungswissenschaft in Berlin, Band 36, Verlag Versicherungswirtschaft GmbH, Karlsruhe, 2010, 296 Seiten. Zugl.: Berlin, Freie Univ., Diss., 2008. ISBN 978-3-89952-501-4

Der Autor behandelt in seinem Buch ein grundlegendes Problem aus dem Bereich der Allgemeinen Geschäfts- und Versicherungsbedingungen: Klauseln, deren Bedeutung missverständlich ist. Das AGB-Recht enthält mit der Unklarheitenregel in § 305c Abs. 2 BGB und dem in der Inhaltskontrolle verankerten Transparenzgebot des § 307 Abs. 1 S. 2 BGB zwei Vorschriften, die sich mit nicht eindeutigen Klauseln befassen. Zudem kommt den besonderen Auslegungsgrundsätzen von Allgemeinen Versicherungsbedingungen maßgebliche Bedeutung bei der Bewältigung derartiger Klauseln zu. Trotz der großen praktischen Bedeutung von Auslegung und Transparenzkontrolle für das AGB-Recht ist die Methodik und das Verhältnis der beiden Instrumente weitgehend ungeklärt, und die Handhabung durch die Rechtsprechung lässt bisher eine klare Systematik vermissen. Insbesondere ist die Heranziehung der Unklarheitenregel in Abgrenzung zur Transparenzkontrolle oft widersprüchlich. Diese Arbeit will derartige Widersprüche beseitigen und unterzieht die spezifischen Auslegungsgrundsätze von Allgemeinen Versicherungsbedingungen einer kritischen Würdigung, widmet sich anschließend der Unklarheitenregel und untersucht abschließend das Transparenzgebot aus dem Blickwinkel des Verhältnisses zur Auslegung. Dem Autor gelingt es auf diese Weise, unter Vermeidung einer vorschnellen Anwendung des Transparenzgebots handhabbare Regeln für die Auslegung und Transparenzkontrolle aufzustellen.

 

Predota, Martin: Prämienkalkulation in der Lebensversicherung: Einführung mit Beispielen aus der Praxis. Akademische Verlagsgemeinschaft, München (AVM), 2010, VII und 265 Seiten. ISBN 978-3-89975-750-7
In den letzten Jahren hat die Lebensversicherung im Vergleich zu anderen Veranlagungsformen immer größere Beliebtheit erlangt. Aus diesem Grund wirft der Autor einen genauen Blick auf deren Prämienkalkulation und gibt einen fundamentalen Einstieg in diese Thematik. Darüber hinaus werden Berechnungen der Deckungsrückstellung und der Gewinnbeteiligung betrachtet. Das Buch wendet sich an Studierende an Universitäten und Fachhochschulen, die sowohl eine praktische (mit vielen Beispielen untermauerte) als auch eine theoretische Einführung in die Thematik suchen, sowie an Mitarbeiter von Versicherungsunternehmen als Nachschlagewerk, zur Vertiefung und Wiederholung. Das Buch ist so aufgebaut, dass es ohne einschlägige Vorkenntnisse verstanden werden kann, es genügt ein einfaches mathematisches Grundverständnis. Neben zahlreichen Beispielen aus der Praxis werden einschlägig relevante gesetzliche Grundlagen beleuchtet, um ein umfassendes Bild der Problematik wiederzugeben.

 

Purvis, Keith: English insurance texts: words for the week. Verlag Versicherungswirtschaft GmbH, Karlsruhe, 2010, XI, 319 Seiten. ISBN 978-3-89952-533-5

Der Autor Keith Purvis ist bekannt aus der Rubrik Words for the Week (WftW), die regelmäßig in der Zeitschrift Versicherungswirtschaft erscheint. Mit English insurance texts erhalten alle, die sich mehr von Words for the Week gewünscht haben oder sich intensiver mit der Anwendung der englischen Sprache im Versicherungskontext befassen möchten, ein umfassendes Nachschlagewerk. Der Titel enthält: 122 Units, die jeweils ein WftW enthalten, dazugehörige Themenvorschläge, zusätzliche Informationen und einen Hinweis auf andere WftW, die in Zusammenhang mit der Unit stehen; ein umfangreiches Englisch-Deutsch Glossar bestehend aus über 3.000 Wörtern und 833 Wortdefinitionen in englischer Sprache. Das Buch wurde in erster Linie für Versicherungsprofis mit relativ guten Lesekenntnissen in der englischen Sprache geschrieben. Lesern mit geringeren Vorkenntnissen wird die Auseinandersetzung mit der Materie durch die beiden Glossare erheblich erleichtert. Der Titel eignet sich für Versicherungskaufleute, die ihr Englisch verbessern möchten, Azubis in der Branche, das Selbststudium, Sprachschulen, die Insurance English anbieten, als Ergänzung zu Sprachkursen, sowie für Lehrer und deren Schüler, die im Rahmen von berufsbildenden Kursen branchenbezogenen Lese- und Diskussionsstoff brauchen.

 

Quinto, Cornel: Versicherungssysteme in Zeiten des Klimawandels: Elementarschaden-Versicherung von Gebäuden. Schulthess Juristische Medien AG, Zürich u. a., 2010, 187 Seiten. ISBN 978-3-7255-6028-8

Naturkatastrophen wie großflächige Überschwemmungen nehmen zu. Der Klimawandel zielt auf unsere Existenzgrundlagen. Zu diesen gehören Wohngebäude, aber auch Gewerbe- und Industrieliegenschaften. Der Autor zeigt auf, welchen Anforderungen zukünftig ein Schutzsystem für Gebäude genügen muss. Im Mittelpunkt steht die Elementarschaden-Versicherung. Die Versicherungssysteme der Länder Deutschland, Frankreich, Spanien, Schweiz und USA werden vorgestellt. Der Autor legt dar, welche Art von Versicherungssystem am geeignetsten ist, um dem Klimawandel die Stirn zu bieten. Ausgangspunkt des rechtlichen Teils ist eine Pflichtversicherung mit Monopol. Der Autor prüft, ob eine solche mit schweizerischem und EU-Recht vereinbar ist. Wirtschaftsfreiheit, Wettbewerb, Dienstleistungen von allgemeinem Interesse und Universaldienst sind hier die Stichworte.

 

Raake, Stefan; Pispers, Ralf (Hrsg.):Versicherer im Internet: Status, Trends und Perspektiven. Verlag Versicherungswirtschaft GmbH, Karlsruhe, 2010, 200 Seiten. ISBN 978-3-89952-470-3

Seit die ersten deutschen Versicherer 1995 online gingen, hat sich viel getan: Bunte Bilderwelten und der E-Commerce-Hype sind inzwischen vergessen. Das Internet ist heute bei allen marktrelevanten Versicherungsunternehmen zu einem festen Bestandteil der Unternehmenskommunikation geworden. Es wird sowohl als Vertriebskanal genutzt als auch zur Kundenansprache und Kundenbindung. Dieser Sammelband bietet einen Überblick über die Internet-Aktivitäten führender Versicherungsunternehmen und Dienstleister, behandelt strategische Fragestellungen und stellt innovative Lösungsbeispiele vor. Im Mittelpunkt stehen folgende erfolgsrelevanten Prozesse: Was sollten Entscheider der Versicherungsbranche heute berücksichtigen, wenn sie mit ihren Internet-Aktivitäten erfolgreich sein wollen? Wie agieren Wettbewerber und Marktpartner und was kann ich von diesen lernen? Wie verändert Web 2.0 das Internet und die Assekuranz? Das Buch ist als Kompendium für alle gedacht, die sich mit Online-Business in der Assekuranz beschäftigen: für Fach- und Führungskräfte aus Marketing, Vertrieb, Betriebsorganisation, IT, Internet, Extranet, Intranet, für Dienstleister und Berater der Branche. Die Herausgeber Stefan Raake und Ralf Pispers sind seit Beginn der Internet-Entwicklung in Deutschland sowohl dem Medium als auch der Versicherungsbranche verbunden. Stefan Raake ist E-Business-Experte des AMC Assekuranz Marketing Circle in Düsseldorf, Ralf Pispers ist Geschäftsführer der Rich-Media-Agentur .dotkomm in Köln.

 

Riemer Kafka, Gabriela (Hrsg.)Versicherungsmissbrauch: Ursache - Wirkungen – Maßnahmen. Luzerner Beiträge zur Rechtswissenschaft (LBR), Band 45, Schulthess Juristische Medien AG, Zürich u.a., 2010, 217 Seiten. ISBN 978-3-7255-6059-2
Der vorliegende Tagungsband bezweckt eine sachliche Auseinandersetzung mit dem Begriff des Versicherungsmissbrauchs, dessen Ursachen sowie seinen Wirkungen und möglichen Massnahmen seiner Bekämpfung. Betrachtet werden die Kranken- und Unfall- sowie Arbeitslosenversicherung und die berufliche Vorsorge. Neben Überlegungen zu den Ursachen und Motiven auf Seiten der Täter wird darüber hinaus aus der Sicht der Wissenschaft und Praxis dargelegt, welche persönlichkeits- und datenschutzrechtlichen Grenzen bei der Verfolgung von Versicherungsmissbrauch zu respektieren sind und welche Massnahmen der Bekämpfung am sinnvollsten sind. Dabei soll nicht nur auf Strafrecht gesetzt werden sondern ebenso auch auf Prävention durch mehr Nähe zwischen Versicherung und versicherter Person und mehr versicherungsinterne Kontrolle.

 

Saremba, Gregor: Die Gefahrerhöhung im deutschen und US-amerikanischen Versicherungsvertragsrecht. Kompetenzzentrum Versicherungswissenschaften in Hannover und Göttingen, Band 9, Verlag Versicherungswirtschaft GmbH, Karlsruhe, 2010, 266 Seiten. Zugl.: Göttingen, Univ., Diss., 2009. ISBN 978-3-89952-515-1

Interessen der am Versicherungsverhältnis beteiligten Parteien sind im Falle einer Gefahrerhöhung vielschichtig und teilweise unterschiedlich gelagert. Decken sich die Interessen des Versicherungsnehmers und die des Versicherers, kommt es zu Interessenkonflikten, die von der Rechtsordnung zu lösen sind. Der Autor widmet sich neben diesen Interessenkonflikten, Problemen und Fragestellungen innerhalb der Regeln der Gefahrerhöhung auch den Veränderungen durch die umfängliche VVG-Reform vom 1.1.2008. Einen besonderen Schwerpunkt erhält die Arbeit durch den rechtsvergleichenden Blick auf das US-amerikanische Versicherungsvertragsrecht, das keine allgemeinen Regeln für Gefahrerhöhungen kennt. Im US-amerikanischen Versicherungsvertragsrecht finden andere rechtliche Aspekte wie misrepresentation und concealment sowie warranties und speziell die increase-of-hazard-Klauseln bei Gefahrerhöhungen Anwendung. Das deutsche und das US-amerikanische System der Behandlung einer Gefahrerhöhung werden mit Blick auf die Vorteile für Versicherer, Versicherungsnehmer, Gefahrengemeinschaft und die Insolvenzfestigkeit von Versicherungsunternehmen untersucht. Neben der intensiven Auseinandersetzung mit den allgemeinen Regelungen aus den §§ 23 ff. VVG wendet sich die Arbeit den besonderen Fällen der Gefahrerhöhung in einzelnen Versicherungssparten zu, insbesondere in der Transportversicherung, Lebensversicherung, Berufsunfähigkeitsversicherung, Unfallversicherung und Krankenversicherung und gibt einen Ausblick auf die weitere Entwicklung der Regeln zur Gefahrerhöhung.

 

Schubach, Arno; Jannsen, Günther: Private Unfallversicherung: Kommentar zu den AUB 2008 und den §§ 178ff VVG. C. H. Beck oHG, München, 2010, XXI und 449 Seiten. ISBN 978-3-406-59829-6

Der neue Kommentar erläutert knapp, klar und übersichtlich die AUB 2008 mit allen materiell- und verfahrensrechtlichen Besonderheiten. Das Werk berücksichtigt in der Kommentierung die Neuregelungen des VVG sowie alle Änderungen des neuen Privatversicherungsrechts, wie zum Beispiel: den Wegfall des Alles-oder-nichts-Prinzips, den Wegfall der Kündigungspflicht und der Klagefrist nach qualifizierter Ablehnung, die Neuordnung von Obliegenheiten- und Gefahrerhöhungsregelungen. Die Autoren berücksichtigen die relevante Literatur und die neueren Entscheidungen vor und nach der Reform des Privatversicherungsrechts. Synopsen der AUB 2008 zu den AUB 94 und 99 ergänzen das Werk.

 

Schumacher, Rainer: Sicheres Bauen und sichere Bauwerke: Wer haftet? Alle! Beiträge aus dem Institut für Schweizerisches und Internationales Baurecht, Universität Freiburg, Band 19, Schulthess Juristische Medien AG, Zürich u.a., 2010, XVII und 162 Seiten. ISBN 978-3-7255-6058-5
Bauen ist immer gefährlich. Leib und Leben sowie große Sach- und Vermögenswerte stehen auf dem Spiel. Im Kontrast dazu steht der Alltag, in dem Schutzvorschriften leichtfertig missachtet oder gar verdrängt werden. Eine hochkomplexe und fast unüberblickbare Normenflut ist dafür «mitschuldig», auch eine teils unglückliche Terminologie. So vermag der Ausdruck «Suva-Vorschriften» den irreführenden Eindruck zu erwecken, als ob die technischen Sicherheitsregeln nur für Suva-Versicherte gelten würden. Dieses Handbuch soll Baufachleuten und Juristen als Wegweiser dienen, um im Dickicht der Normen die anwendbaren Schutzvorschriften zu finden.

 

 

Schwerin, Anke: Konzepte und Potenziale privatwirtschaftlicher Lösungen für die Pflegeproblematik: Eine Analyse für Deutschland mit Seitenblick auf Frankreich und die Schweiz. Leipziger Masterarbeiten, Band 5, Verlag Versicherungswirtschaft GmbH, Karlsruhe, 2010, 136 Seiten. Zugl.: Leipzig, Univ., Masterarb., 2010. ISBN 978-3-89952-517-5

Deutschland sieht sich als Folge des demografischen Wandels einer zunehmenden Überalterung der Bevölkerung gegenüber. Die zunehmenden Kosten für Pflegeaufwände können weder von der umlagefinanzierten gesetzlichen Pflegepflichtversicherung noch von der kapitalgedeckten privaten Pflegezusatzversicherung vollständig getragen werden. Der bereits heute erhebliche Eigenanteil der Versicherten wird sich künftig weiter vergrößern und macht eine zusätzliche private Vorsorge unentbehrlich. Die private Versicherungswirtschaft hat das Potenzial privater Pflegezusatzversicherungen erkannt und ist nun gefordert, mittels innovativer und zielgruppengerecht gestalteter Produkte die private Vorsorge zu stärken. Ausgehend von einer Betrachtung der gesetzlichen und privaten Pflegepflichtversicherung zeigt Anke Schwerin die zwingende Notwendigkeit einer zusätzlichen privaten Pflegevorsorge auf und stellt ausgewählte Ansätze für eine künftige, zielgruppenorientierte Produktgestaltung vor. In diesem Zusammenhang wird auf spezifische Produktgestaltungsansätze für die Generation 50+ und auf das Thema Pflegeassistance eingegangen. Darüber hinaus wird dargestellt, wie Versicherer durch geeignete Produktkonzepte auch jüngere Kunden als Kundengruppe für private Pflegezusatzversicherungen erschließen können und müssen. Die Studienarbeit, die 2009 am Institut für Versicherungswissenschaften in Leipzig entstand, bietet einem breiten Leserkreis aus Theorie und Praxis einen fundierten Überblick über dieses aktuelle Thema.

 

Stolze, Henning: Das Nachfrageverhalten von Versicherten in der gesetzlichen Krankenversicherung. Schriften des Forschungsinstituts Freie Berufe, Band 18, Nomos Verlagsgesellschaft mbH, Baden-Baden, 2010, XX und 307 Seiten. Zugl.: Lüneburg, Univ., Diss., 2009. ISBN 978-3-8329-5538-0

Die komplexe Struktur des Gesundheitsmarktes wird maßgeblich von dem Nachfrageverhalten der Krankenversicherten bestimmt, von denen 85% den gesetzlichen Krankenkassen angehören. Diese Arbeit basiert auf einer eigenen Erhebung, die eine Analyse der Dynamik dieses Marktes in bisher unerreichter Tiefe ermöglicht. So können anhand verschiedener interdisziplinärer Modelle aus den Wirtschafts- und Sozialwissenschaften Verhaltensmuster z.B. bezüglich der Inanspruchnahme gesetzlicher Leistungen, der Auswahl individueller Gesundheitsleistungen oder der Wahl des Arztes erklärt werden.

 

VersicherungsLexikon von A - Z: 600 Versicherungsfachbegriffe einfach und rechtssicher erklärt. Maklercockpit.de, Akademische Arbeitsgemeinschaft Verlag, Köln und Mannheim,  2010. ISBN 978-3-86817-103-7
In diesem Lexikon werden 600 Fachbegriffe aus Versicherungspraxis und Altersvorsorge von Experten präzise und einfach erklärt. Das Taschenbuch lässst sich leicht transportieren und damit auch unterwegs benutzen.

 

Wagner, Fred (Hrsg.): Aktuelle Fragen in der Versicherungswirtschaft: mit Beiträgen zu den Themen - Assistance - Bancassurance - BilMoG und IAS/IFRS - Compliance - Industrialisierung - Personalarbeit - Risk-Management - Industrieversicherungsmarkt Deutschland - Lloyds of London. Leipziger Versicherungsseminare, Band 8, Verlag Versicherungswirtschaft GmbH, Karlsruhe, 2010, IX, 195 Seiten. ISBN 978-3-89952-513-7

Auch der achte Band der Reihe Leipziger Versicherungsseminare enthält eine Sammlung aktueller Fragen zur Versicherungswirtschaft, die im Hauptseminar für Versicherungswissenschaften an der Universität Leipzig Studierenden präsentiert und anschließend diskutiert werden. Folgende Themen wurden behandelt: Compliance in kleinen und mittelgroßen Versicherungsunternehmen: Anspruch und Wirklichkeit; Industrialisierung in der Versicherungswirtschaft am Beispiel der Einführung von Schadennetzwerken; Industrialisierung in der Versicherungswirtschaft am Beispiel der Einführung von Schadennetzwerken aus Sicht der IT; IAS/IFRS für Versicherungsverträge - Konsequenzen für die Versicherungswirtschaft; Potenziale eines Unfall-Assistance-Produkts der privaten Versicherungswirtschaft; Risikomanagement im Erstversicherungsunternehmen; Der deutsche Industrieversicherungsmarkt - Ein Markt für internationale Industrieversicherer am Beispiel MAPFRE?; Die Auswirkungen des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes (BilMoG) auf Versicherungsunternehmen; Bancassurance - Mehr als nur ein Vertriebsmodell für Versicherungsunternehmen?; Risiken und Risikomanagement bei Banken; Lloyds of London - Geschichte und Funktionsweise des etwas anderen Versicherers; Anforderungen an die Personalarbeit in der Versicherungswirtschaft vor dem Hintergrund sich verändernder Rahmenbedingungen.

 

Wagner, Véronique: Die schuldhafte Herbeiführung des Versicherungsfalles in der Schadensversicherung nach der VVG-Reform 2008. Düsseldorfer Schriften zum Versicherungsrecht, Band 2, Verlag Versicherungswirtschaft GmbH, Karlsruhe, 2010, XIX, 282 Seiten. Zugl.: Düsseldorf, Univ. Diss., 2008/09. ISBN 978-3-89952-519-9
Die VVG-Reform hat das Versicherungsvertragsrecht in wesentlichen Punkten verändert. So ist das bisher geltende Alles-oder-nichts-Prinzip im Bereich grober Fahrlässigkeit durch ein Quotenteilungsprinzip ersetzt worden. Diese Änderung bezieht sich im Bereich der Schadensversicherung auch auf die Vorschrift über die schuldhafte Herbeiführung des Versicherungsfalles, die neue Regelung des § 81 VVG. Von nun an soll in Fällen grob fahrlässiger Herbeiführung des Versicherungsfalles eine der Schwere des Verschuldens entsprechende Kürzung der Leistung des Versicherers vorgenommen werden. Vor diesem Hintergrund stellt die Arbeit eine umfassende Untersuchung der Neuregelung des § 81 VVG und seiner Probleme dar. Im Fokus der Untersuchung stehen: tatbestandliche Detailfragen, Rechtsfolgen der Neuregelungen, die Frage, ob der § 81 VVG weiterhin als subjektiver Risikoausschluss eingeordnet werden und nach welchen Grundsätzen das Quotenprinzip praktiziert werden kann.

 

Weber, Frederik: Longevity Risk: Impact, Evaluation, Management. Beiträge zu wirtschaftswissenschaftlichen Problemen der Versicherung, Band 61, Verlag Versicherungswirtschaft GmbH, Karlsruhe, 2010, 248 Seiten. Zugl.: München, Univ., Diss. 2009. ISBN 978-3-89952-509-0

Der demographische Wandel und die steigende Lebenserwartung haben in jüngster Zeit verstärkte Diskussionen in der Öffentlichkeit angeregt. Zusätzlich sinkende Rentenleistungen erfordern ein effizienteres Management der privaten Altersvorsorge. Gleichzeitig ergibt sich aus dieser Tatsache ein erhöhtes Risiko für Rentenanbieter aus der Unsicherheit über die zukünftige Sterblichkeitsentwicklung. Die vorliegende Arbeit beleuchtet dazu zunächst die zugrundeliegende demographische Entwicklung und unterschiedliche Ausprägungen des Langlebigkeitsrisikos. Mögliche Probleme bei der Versicherbarkeit dieses Risikos bieten Anknüpfungspunkte für die optimierte Gestaltung von Versicherungsverträgen. Neben Kohorteneffekten in der Sterblichkeitsentwicklung, für die geeignete Maßzahlen und Kriterien zur Identifikation sogenannter Select Cohorts diskutiert werden, steht eine Abschätzung des potenziellen Ausmaßes des Langlebigkeitsrisikos im Mittelpunkt des ersten Teils. In einer Simulation wird die Wechselbeziehung von Langlebigkeits- und Investmentrisiko in Rentenportfolios erörtert. Sie verdeutlicht die Unterschiede beider Risikoarten, zeigt jedoch für das Langlebigkeitsrisiko feinere Muster, die aufgrund fehlender Kapitalmarktinstrumente nicht vollständig abgesichert werden können. Typische Risikomanagement-Optionen erweisen sich in Bezug auf das Langlebigkeitsrisiko überwiegend als wenig hilfreich oder sinnvoll. Einzig ein verändertes aktuarielles Produktdesign in Form einer mortalitätsindexierten Leibrente (Mortality-Indexed Annuity) verspricht eine signifikante Reduktion des Risikos für Versicherer. Dieser Vorteil bestätigt sich in einer weiteren Simulation auch aus Kundenperspektive, so dass diese Produktidee dazu beitragen könnte, Angebot und Nachfrage in einem unterentwickelten Markt für private Rentenversicherungen zu stärken.

 

Zerres, Michael P.; Reich, Michael (Hrsg.): Handbuch Versicherungsmarketing. Springer, Berlin, 2010, XXV und 497 Seiten. ISBN 978-3-642-10275-2

Lange Zeit wurde Marketing in der deutschen Versicherungswirtschaft vernachlässigt. Häufig konzentrierten sich die Unternehmen lediglich darauf, ihre Vertriebspolitik zu optimieren. Marketing im Sinne einer Unternehmensphilosophie, bei der alle betrieblichen Bereiche auf den Markt und seine Anforderungen ausgerichtet werden, erfährt nun auch in Versicherungsunternehmen eine schnell wachsende Bedeutung. Dieses Handbuch trägt der Entwicklung Rechnung. In seinem Aufbau orientiert es sich am Dienstleistungsmarketing. Die Übertragung von Erkenntnissen aus allgemeinem und Dienstleistungsmarketing auf das Marketing von Versicherungsunternehmen ist in der Praxis allerdings mit großen Herausforderungen verbunden, da die wesentlichen Merkmale des Versicherungsgeschäftes berücksichtigt werden müssen. Das Handbuch Versicherungsmarketing unterstützt den Leser in dieser Aufgabenstellung durch wissenschaftliche und praktische Anleitung und einen hoch aktuellen, breit fundierten Erfahrungsschatz.

 

Zinnert, Mario: Versicherungsvermittler: Haftung - Fälle - Lösungen im aktuellen Recht. Verlag Versicherungswirtschaft GmbH, Karlsruhe, 2010, 384 Seiten. ISBN 978-3-89952-494-9

Die Jahre 2007 und 2008 haben für das Versicherungsrecht und für das Recht der Versicherungsvermittlung grundlegende Änderungen mit sich gebracht. Der Gesetzgeber hat den Versicherungsvertretern und den Versicherungsmaklern in Gesetz und Verordnung endlich den ihrer Bedeutung als Finanzdienstleister entsprechenden Platz zugewiesen. Der Autor erläutert die neue rechtliche Situation anhand von 14 Fällen aus dem Vermittleralltag und präsentiert praktische Lösungsmöglichkeiten. Sein Buch geht bei der Behandlung der Praxisfälle besonders auf die Neuerungen ein, die das Gesetz zur Neuregelung des Versicherungsvermittlerrechts und das neu gefasste VVG mit sich gebracht haben, behandelt unter den neuen gesetzlichen Vorzeichen das berühmte, nach wie vor richtungweisende Sachwalterurteil des BGH, dessen Wortlaut vollständig wiedergegeben wird, erläutert in dem Teil Werkstatt dem Leser ausführlich die wichtigsten rechtlichen Begriffe und ihre Funktion innerhalb des jeweiligen Sachkomplexes, geht gesondert auf die für den Versicherungsvermittler zwingend vorgeschriebene Berufshaftpflichtversicherung ein und präsentiert exemplarisch die AVB für eine Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung, legt in einer kompakten Einführung das Fundament für die Erläuterung der praktischen Konfliktfälle einschließlich der Behandlung von Haftungs- und Beweislastfragen. Der Themenbereich Dokumentation beinhaltet die wichtigsten Vorschriften aus VVG, VAG, GewO und HGB sowie den kompletten Abdruck der Versicherungsvermittlungsverordnung und der VVG-Informationspflichtenverordnung.

 

 


 

Aktuelle News:


Terminankündigungen:

Tagung Fachkreis Versicherungsmedizin, Risiko- und Leistungsprüfung 2011
Mittwoch, 8. Juni 2011, im MARITIM Hotel Düsseldorf (Airport)

Bisherige Tagungen 2010:

Tagung Fachkreis Versicherungsrecht 2010
in Frankfurt

Tagungspräsentationen - Bitte klicken Sie hier
Stimmen zur Tagung in "Versicherungswirtschaft" vom 15.06.2010 - Bitte klicken Sie hier

Tagung Fachkreis Versicherungsmedizin, Risiko- und Leistungsprüfung 2010 in Berlin

Tagungspräsentationen - Bitte klicken Sie hier
Tagungsbericht - Bitte klicken Sie hier

Jahrestagung 2010 in Düsseldorf mit 390 Teilnehmern aus Wissenschaft und Praxis

Pressemitteilung VersicherungsJournal.de vom 11.03.2010 (als pdf)

Pressemitteilung DVfVW vom 18.03.2010 (als pdf)

Tagungsunterlagen (als pdf)
Weitere Präsentationen finden Sie hier.

Das Gesamtinhaltsverzeichnis 2009 ist in Heft 1.2010 der ZVersWiss erschienen.

Der Verein hat ein Gesamtinhaltsverzeichnis für den Jahrgang 2008 der ZVersWiss erstellt, das Sie hier herunterladen können.

 

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