Große Havereien bei Megacontainerschiffen sind regelmäßig sehr aufwändig abzuwickeln und damit kostenintensiv. Vor diesem Hintergrund wird untersucht, ob das Rechtsinstitut in seiner Ausgestaltung durch die §§ 588 ff. HGB sowie die York-Antwerpener Regeln (YAR) 2016 in Anbetracht des modernen Seehandels und der Bedürfnisse des Wirtschaftsverkehrs noch zeitgemäß ist und welche alternativen Lösungen des zugrunde liegenden Lebenssachverhalts bestehen. Die Arbeit verlässt die rein seehandelsrechtliche Perspektive und bezieht umfassend die Seeversicherung mit ein. Schwerpunkte sind die Untersuchung der Rechtfertigung und Funktion der Großen Haverei sowie die kritische Analyse des Rechtsinstituts. Im Ergebnis wird die sukzessive Abschaffung der Großen Haverei befürwortet. Es werden außerdem die Auswirkungen eines Verzichts auf die Große Haverei untersucht. Schließlich wird aufgezeigt, welche gesetzlichen und vertraglichen Gestaltungen zukünftig möglich und sinnvoll sind.

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Jahrestagung 2020

Im Fokus unserer Jahrestagung stehen am Mittwoch die Themen „Nachhaltigkeit“ und „Künstliche Intelligenz“. Es diskutieren u.a. Prof. Dr. Torsten Oletzky, Dr. Thomas Deckers, Prof. Dr. Christian Armbrüster sowie Prof. Dr. Michael Quante, Gabriele Recke und Prof. Dr. Heinz-Dietrich Steinmeyer. Am zweiten Tag werden weitere aktuelle Fragestellungen auf dem Versicherungsrechtstag sowie in medizinischen, ökonomischen und mathematischen Foren diskutiert. Eine Anmeldung zur Tagung wird ab Dezember 2019 möglich sein.

Wo? Scandic Berlin Potsdamer Platz

Wann? 25. und 26. März 2020

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